Mit welchen Fragestellungen beschäftigt sich das Studienfach?

    Das Studienfach Funktionswerkstoffe befasst sich mit Herstellung, Aufbau und Eigenschaften neuer Materialien. Es nutzt dazu die Grundlagen der Chemie und Physik

    Im Fokus steht die Entwicklung und Optimierung neuer Materialien mit ausgewählten Funktionen sowie deren Charakterisierung hinsichtlich Struktur und Eigenschaften – typische Beispiele sind organische Solarzellen (OLED), Piezoaktoren /-sensoren, funktionelle Beschichtungen (Selbstreinigend, Anti-Fingerprint, Korrosionsschutz)

    Was sind mögliche Berufsfelder und Arbeitgeber nach dem Studium?

    • Forschungs- & Entwicklungszentren von Industrieunternehmen
    • Forschungsinstitute (FhG, MPI, Helmholtz-/Leipniz-Zentren)
    • Marketing, Patentwesen (Kanzleien, Patenämter)
    • Unternehmensberatungen
    • Vertrieb (u.a. von Messgeräten)
    • wissenschaftliche Dienstleistungen
    • Verwaltung, öffentlicher Dienst

    Welche Fähigkeiten und Fertigkeiten solltest du für das Studium mitbringen?

    • gute Kenntnisse der Chemie, Physik und Mathematik auf Abiturniveau sind ein großer Vorteil
    • Interesse an naturwissenschaftlichen Fragestellungen: wie funktioniert das?
    • Abstraktionsvermögen
    • analytisches Denken
    • Kreativität und Beharrlichkeit
    • Selbstorganisation und Durchhaltevermögen
    • zum Lesen der Fachliteratur sind solide Kenntnisse der englischen Sprache ein Vorteil

    Welche Interessen solltest du für das Studium mitbringen?

    • Interesse an Materialien und deren Eigenschaften
    • wissenschaftliche Neugierde
    • Freude am Experimentieren
    • Freude an interessanten Problemen
    • Bereitschaft, mal über den Tellerrand zu schauen
  • Funktionswerkstoffe

  • Bachelor

    Einzelfach mit 180 Punkten
    Fakultät Fakultät für Chemie und Pharmazie
    Abschluss B.Sc.
    Studienbeginn WS
    Regelstudienzeit 6 Semester
  • Funktionswerkstoffe

  • Master

    Einzelfach mit 120 Punkten
    Fakultät Fakultät für Chemie und Pharmazie
    Abschluss M.Sc.
    Studienbeginn SS / WS
    Zugangsvoraussetzung Fachliche Zugangsvoraussetzungen
    Eignungsprüfung Eignungsverfahren (Master)
    Regelstudienzeit 4 Semester
    Hinweise Studienbeginn zum Wintersemester empfohlen. Achtung: Bewerbung erforderlich!

Medien

Schau dir das Video unserer Studienbotschafterin Lavinia an!

Gegenstand des Faches

Der interdisziplinär ausgerichtete materialwissenschaftliche Studiengang verbindet Inhalte der Fächer Chemie, Physik und Mathematik mit Anwendungsaspekten aus der Medizin und den Ingenieurwissenschaften.

Im Studiengang Funktionswerkstoffe lernen die Studierenden alle Bereiche moderner Materialien kennen: von der chemischen Synthese über den Aufbau und die Strukturierung von Materialien bis hin zu deren chemischen und physikalischen Eigenschaften sowie ihrer praktischen Anwendungen.

Zur Gruppe der Funktionswerkstoffe zählen Materialien, die durch spezielle elektrische, magnetische, akustische, optische und biologische Eigenschaften für bestimmte Anwendungen konzipiert sind. Beispiele sind die Photovoltaik (Solarzellen), steuerbare elektrochrome Fenster und Produkte der Medizintechnik (Zahnimplantate, etc.).

In zahlreichen praktischen Modulen wird das in Vorlesungen und Übungen Gelernte in die Praxis umgesetzt.

Im Studium lernt man Teamfähigkeit durch das gemeinsame Lösen von Aufgabenzetteln in Mathematik und Physik sowie durch viele Laborpraktika in Kleingruppen.

Während der Hauptteil der Ausbildung an der Universität Würzburg erfolgt, sind speziell für diesen Studiengang konzipierte Veranstaltungen der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt, des Fraunhofer-Instituts für Silicatforschung (ISC), des Zentrums für Angewandte Energieforschung Bayern (ZAE) und des Süddeutschen Kunststoffzentrums (SKZ) in den Studienplan integriert.

Über Austauschprogramme können in jeder Phase des Studiums Erfahrungen im Ausland gesammelt werden.

Im Studiengang Funktionswerkstoffe soll die Ausbildung über das reine Fachwissen hinaus auch Kenntnisse in grundlegenden industriellen Arbeits- und Führungstechniken vermitteln

Die gezielte Entwicklung von neuen Materialien für Funktionswerkstoffe wird durch die Anforderungen der Informations- und Kommunikationstechnologie, des Maschinen- und Anlagenbaus und der Verkehrs- und Medizintechnik geprägt und zählt somit zu Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts. Die unterfränkische Wirtschaft besitzt in diesen Branchen besondere Stärken.

Der konsekutive Bachelor- und Master-Studiengang (6 + 4 Semester) ermöglicht den Studierenden eine durchgehende Förderung durch BAföG bis zum Abschluss des Masters.

Das Studium der Funktionswerkstoffe vermittelt die notwendigen Fachkenntnisse und Kompetenzen für den Übergang in die Berufspraxis oder einen anschließenden konsekutiven Masterstudiengang. Das Studium ist interdisziplinär ausgerichtet und umfasst die Grundlagen der Funktionswerkstoffe und der Funktionsmaterialien in Chemie, Medizin, Physik und Technik sowie die dazugehörigen praktischen Arbeitsmethoden. Neben den Grundlagen aus dem Bereich der Chemie, Physik, Mathematik und Informatik wird auch das Fachwissen aus den angrenzenden Disziplinen vermittelt. Die interdisziplinäre Ausbildung und die Heranführung der Studierenden an dieses komplexe Thema wird vertieft durch die Mitwirkung des Fraunhofer Instituts für Silicatforschung, der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt, des Bayerischen Zentrums für Angewandte Energieforschung und des Süddeutschen Kunststoffzentrums. Der Erwerb von Grundkenntnissen, der wissenschaftlichen Arbeitsmethoden und der handwerklichen Fähigkeiten sowie die Förderung der Eigenständigkeit mit fortlaufendem Studium gewährleisten die Voraussetzungen für selbständige Arbeit in verschiedenen anwendungsorientierten Bereichen der Industrie, der Wirtschaft und der Verwaltung. Er schafft die Grundlagen für eine weitere wissenschaftliche Qualifikation in einem anschließenden Masterstudium.

Informationen zum Studiengang finden Sie auch auf der Webseite des Lehrstuhls für Chemische Technologie der Materialsynthese.

Grundlagen- und Orientierungsprüfung

In einigen Fächern gibt es eine Grundlagen- und Orientierungsprüfung (GOP) und/oder eine sog. Kontrollprüfung. Dadurch soll festgestellt werden, ob die Studierenden sich in den ersten Semestern die grundlegenden Kenntnisse und Methoden des Faches angeeignet haben. Das endgültige Nichtbestehen der GOP bzw. Kontrollprüfung führt zum Verlust des Prüfungsanspruches in der studierten Ausprägung des Faches und damit zur Exmatrikulation aus dem Studiengang.

Derzeit wird im Bachelorstudiengang Funktionswerkstoffe (180 ECTS) eine Grundlagen- und Orientierungsprüfung durchgeführt. Um die GOP zu bestehen, müssen bis zum Ende des zweiten Fachsemesters bestimmte Module absolviert werden. Um welche Module es sich im handelt, entnehmen Sie den Fachspezifischen Bestimmungen für Ihr Bachelorfach (Fachspezifische Bestimmungen zur ASPO 2015, § 5).

Für Studierende, die ihr Studium vor dem WS 15/16 aufgenommen haben, gelten gegebenenfalls andere Regelungen. Im Zweifelsfall wenden Sie sich bitte an das Prüfungsamt.

Die Ziele des Masterstudiums Funktionswerksstoffe sind:

  • vertiefte Kenntnisse in den Grundlagen der Funktionswerkstoffe
  • Kenntnisse des Arbeitens in der Forschung nach den Regeln guter wissenschaftlicher Praxis sowie in der Industrie
  • Fähigkeit zur weitergehenden wissenschaftlichen Tätigkeit in Forschung, Entwicklung und Anwendung im interdisziplinären Bereich der Funktionswerkstoffe und Materialwissenschaften
  • Fähigkeit, sich in komplexe interdisziplinäre Aufgabengebiete einzuarbeiten, das erworbene Wissen selbständig anzuwenden und auf neue Aufgabenstellungen zu übertragen.

Zulassungsvoraussetzungen

Um das Masterstudium aufnehmen zu können, ist ein erfolgreich absolviertes Erststudium (in der Regel ein Bachelorstudium) Voraussetzung. Außerdem müssen bestimmte fachliche Zulassungsvoraussetzungen (im Erststudium erworbene Kompetenzen) gegeben sein. Darüber hinaus muss der Bewerber auch seine Eignung zur Aufnahme des Masterstudiums nachweisen können (Eignungsverfahren). Nähere Informationen zu den Zugangsvoraussetzungen und zum Eignungsverfahren können den Fachspezifischen Bestimmungen.

Die Fachschaft Chemie veranstaltet in der Regel für alle StudienanfängerInnen der Chemie, Biochemie, der Funktionswerkstoffe und für Lehramtsstudierende einen Ersti-Tag. Hier erfahren Sie alles Wissenswerte über die Universität und den Ablauf des Studiums. Außerdem werden Ihnen die wichtigsten Orte am Campus gezeigt. Sie bekommen Tipps zu verschiedenen Vorlesungen und Veranstaltungen und Sie können natürlich Ihre Fragen stellen. Die Anmeldung für den Ersti-Tag erfolgt über die Seite der Fachschaft Chemie.

Zudem bietet auch das Fachbereich in der ersten Vorlesungswoche eine Einführungsveranstaltung an. Die Angaben, wann und wo die Einführungsveranstaltungen stattfinden werden, finden Sie im Vorlesungsverzeichnis (unter Einführungsveranstaltungen zum Studienbeginn).

Bereits vor dem regulären Vorlesungsbeginn finden Vorkurse für Studienanfänger statt. Für Studienanfänger der Funktionswerkstoffe ist der Vorkurs Rechenmethoden der Physik sinnvoll. Die Anmeldung erfolgt unabhängig von der Immatrikulation online.

Mit dem Bachelor (B.Sc.) starten Sie schnell ins Berufsleben, der Master (M.Sc.) ist die nächste Stufe in Ihrer Karriere, und die Promotion (Dr.) öffnet Ihnen alle Möglichkeiten. Mit einem breiten Wissen in Chemie, Physik, Medizin und den Ingenieurwissenschaften haben Sie in jedem Fall viele Möglichkeiten, Ihre beruflichen Vorstellungen zu verwirklichen, z.B. in Industrie, Forschung, Verwaltung, Marketing, Unternehmensberatung, öffentlichem Dienst und Wissenschaft. Der Bedarf an breit ausgebildeten Absolventen wird von der Wirtschaft bestätigt.

Weitere Informationen finden Sie auch auf der Internetseite BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit.

Im Zentralbau der Chemie sind fünf Institute der Fakultät für Chemie und Pharmazie angesiedelt.

  • Institut für Anorganische Chemie

  • Institut für Organische Chemie

  • Institut für Pharmazie und Lebensmittelchemie

  • Institut für Physikalische und Theoretische Chemie

  • Didaktik der Chemie

  • Lehrstuhl für Chemische Technologie der Materialsynthese

Als Teil des Theodor-Boveri Instituts ist der Lehrstuhl für Biochemie im Biozentrum angesiedelt.

Die Promotion richtet sich nach der Promotionsordnung der Fakultät für Chemie und Pharmazie. Für die Promotion wird ein vorhergehender Abschluss der Diplom- oder Magisterprüfung oder eines Masters vorausgesetzt. Es besteht die Möglichkeit der Promotion im Rahmen der Graduate School for Science and Technology (GSST).

Würzburger Online-Interessentest zur Studienfachwahl

Informationsveranstaltungen der Zentralen Studienberatung

Informationen zu Bewerbung und Einschreibung

Informationen für ausländische Studieninteressierte

Information for foreign applicants

Checkliste für Erstsemester

BAföG

Studienfinanzierung

Wohnmöglichkeiten

Stundenplan-Hilfe

Studierwerkstatt (Workshops zu den Studientechniken Schreiben, Lernen und Präsentieren)

Informationen zum Auslandsstudium

Career Centre

Zentrale Einrichtungen der Universität

Gesamtliste Studienangebot der Universität Würzburg

Die hier wiedergegebenen Studieninformationen sind sorgfältig erstellt und werden regelmäßig aktualisiert. Dennoch können sie in Ausnahmefällen Fehler enthalten, veraltet sein oder nicht alle Sonderfälle wiedergeben. Bitte sichern Sie sich deshalb insbesondere bei zulassungs- und prüfungskritischen Themen auf den entsprechenden Internetseiten der Universität Würzburg bzw. der rechtsverbindlichen Quelle, im Regelfall der Prüfungsordnung Ihres Studiengangs, ab. Falls Sie eine Ungenauigkeit entdecken, freuen wir uns über einen Hinweis: am einfachsten per E-Mail an studienberatung@uni-wuerzburg.de

Kurzinformationen zu den Kooperationspartnern

Würzburger Forschungsverbund Funktionswerkstoffe

  E-Mail: info@funktionswerkstoffe-wuerzburg.de

Informationen zum WFF erhalten Sie auch bei :

Katrin Selsam Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC Neunerplatz 2, 97082 Würzburg selsam@isc.fraunhofer.de, Tel +49 (0)931/41 00-1 06

Die Mitglieder des WFF verfügen über ein breites Arsenal von Analyseverfahren, Messtechnik und Simulationswerkzeugen. Sie bieten diese Verfahren gern für Dienstleistungen an.

Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC

  E-Mail: info@isc.fraunhofer.de
  • Ansprechpartner für Materialforschung und –entwicklung speziell für nasschemische Verfahren (Sol-Gel und Nanochemie) und die zugehörigen Technologien
  • Stofflicher Schwerpunkt im Bereich der anorganisch-organischen Hybridpolymere, Keramiken und Gläser
  • Entwicklung von Materialien und Technologien für die Bereiche:
    • Oberflächentechnik
    • Verkehrs- und Energietechnik
    • Glas und Keramik – Bauteile und Prozesse
    • Mikrosystemtechnik, mobile Energietechnik
    • Life Science

SKZ - Das Kunststoff-Zentrum

  E-Mail: m.bastian@skz.de  
  • Compoundieren, Spritzgießen und Direktverarbeitung von Funktionspolymeren und hochgefüllten/verstärkten Kunststoffen
  • Polymeranalytik (mech., therm., elektr., magnet. und rheolog. Eigenschaften, Strukturanalyse)
  • Rohr- und Profilextrusion
  • Schweißen von Profilen und Rohren
  • Qualitätssicherung und Produktivitätssteigerung beim Spritzgießen
  • Dynamische Bauteileigenschaften, Materialermüdung, Bruchmechanik

ZAE Bayern, Bayerisches Zentrum für Angewandte Energieforschung e.V.

  Physikalisches Institut
  E-Mail: info@zae.uni-wuerzburg.de
  • Wärmedämmungen und Vakuumsuperisolationen für Wärme-, Kältespeicher, Gebäude und technische Anlagen
  • Kalorische, licht- und infrarotoptische Vermessung und Optimierung von Materialien und Komponenten für Gebäudefassaden
  • Schnelle, dynamische Messverfahren zur Quantifizierung thermischer Eigenschaften
  • Computersimulation von Wärme- und Lichttransport in komplexen Systemen
  • Nanostrukturierte thermische Funktionsmaterialien, Synthese und Charakterisierung

Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt

  E-Mail: p-amt@mail.fh-wuerzburg.de
  • Werkstoff- und messtechnische Unterstützung in den Bereichen Maschinenbau, Elektrotechnik, Kunststoff- und Bautechnik für Interessenten aus dem KMU-Bereich sowie der Großindustrie
  • Zahlreiche Methoden der Materialanalyse und Messtechnik, z. B. quantitative Lichtmikroskope, REM, CFK-/GFK-Auslegung und hochspannungstechnische Fragestellungen und baustoffkundliche Beurteilungen
  • Jahrelange Erfahrung in praxisnahen Projekten durch erfahrene Fachkräfte

Auf dieser Website werden Cookies eingesetzt. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.