Mit welchen Fragestellungen beschäftigt sich das Studienfach?

    Kunstpädagogik setzt sich mit dem komplexen Bereich der Vermittlung von Kunst und ästhetischer Praxis auseinander

    Was sind mögliche Berufsfelder und Arbeitgeber nach dem Studium?

    Arbeiten im Kontext von Museen (Führungen, praktische Kurse, Organisation von Ausstellungen) gehören ebenso dazu wie das Unterrichten in Jugendkunstschulen.

    Darüber hinaus sozialer Bereich in

    • Jugendzentren
    • Altersheimen
    • sozialen Institutionen freier Träger

    Welche Fähigkeiten und Fertigkeiten solltest du für das Studium mitbringen?

    • Bestehen der Eignungsprüfung
    • künstlerisch-praktische und kommunikativen Fähigkeiten und Fertigkeiten
    • kunstwissenschaftliche Kenntnisse

    Welche Interessen solltest du für das Studium mitbringen?

    • Interesse an Kunst und Kultur
    • Bereitschaft zum Reisen
  • Kunstpädagogik

  • Bachelor

    Nebenfach mit 60 Punkten
    Abschluss je nach Hauptfach
    Studienbeginn WS
    Eignungsprüfung Eignungsprüfung (Kunstpädagogik)
    Regelstudienzeit 6 Semester

Gegenstand des Faches

Das Fach Kunstpädagogik setzt sich mit dem komplexen Bereich der Vermittlung von Kunst und ästhetischer Praxis auseinander.

Inhaltlich werden sowohl künstlerische Arbeits- und Denkweisen als auch künstlerische Techniken vermittelt. Darüber hinaus gibt es Lehrveranstaltungen in den Bereichen der Kunstgeschichte sowie der Fachdidaktik (z.B. Kinderzeichnungen, Aspekte ästhetischen Verhaltens von Jugendlichen etc.). Methodisch basiert die Lehre der Kunstpädagogik in Würzburg auf den beiden Säulen Handlungsorientierung und Verzahnung der unterschiedlichen zu vermittelnden Aspekte. Das entstehende Profil ist auf der Internetseite der Professur im Bereich Forschung und Projekte näher erläutert. Eine wesentliche Rolle spielt das Material. In Seminaren werden die Materialbearbeitung innerhalb künstlerischer Prozesse, die Materialherstellung etc. fokussiert und die Rolle des Materials innerhalb von Vermittlungsprozessen von Bildender Kunst hinterfragt.

Die wissenschaftliche Forschungstätigkeit untersucht in der Hauptsache mit Hilfe eines qualitativ-empirischen Methodenrepertoires die ästhetische Praxis von Kindern und Jugendlichen sowie die Rolle von Material in Vermittlungsprozessen.

In der kunstpädagogischen Forschung etabliert sich ein empirischer Zweig, der sich zunehmend einem qualitativ-empirischen Forschungsdesign verpflichtet sieht. Dieser verspricht, Aufschluss über ästhetische Prozesse zu geben und liefert somit wesentliche Grundlagen, die sich letztlich in schulischem Unterricht sowie universitärer Lehre widerspiegeln sollen. Aus einer zunächst methodisch eher ungerichteten Forschungstätigkeit im Bereich der Kunstpädagogik wird langsam ein Weg beschritten, der in einer methodischen Kontrolliertheit ein unabdingbares Muss sieht. Ein Fokus der Forschung sowie der Vermittlung in der Lehre liegt in der Rolle des Materials in Vermittlungsprozessen innerhalb ästhetischer Praxis und Bildender Kunst.

Material ist das zentrale Element im Kunstunterricht: Es wird in der Regel produktiv verwendet oder rezeptiv (aufnehmend) thematisiert und kann als Gestaltungsmittel selbst hergestellt, im gestalterischen Prozess verarbeitet sowie mit seiner jeweils eigenen Materialsprache als Ausdrucksmittel reflektiert werden. Nicht zuletzt entspringen symbolische Zuweisungen der historischen Verwendung, dem religiösen Kontext, der Thematisierung in der Literatur oder dem Einsatz in künstlerischen Verfahren. Eine semantische Anerkennung von Material unterliegt Verschiebungen. Das heißt, dass die Bedeutung von Material nicht zu jeder Zeit und in jedem kulturellen Kontext gleich ist. Durch die differente Konnotation divergiert schließlich auch der Symbolgehalt.

Teile der Bildenden Kunst sehen ihre Aufgabe im sozialen Handeln. Sie initiieren soziale Projekte oder unterstützen diese mit künstlerischen Mitteln. Eltern, die in der ästhetischen Bildung eine sinnvolle Komponente von Erziehung sehen, ergänzen gerne das schulische Angebot. Sie bieten ihren Kindern Kurse aus der zunehmend bunter werdenden Palette außerschulischer Angebote. Die Kinder und Jugendlichen besuchen die Musikschule, sie spielen Theater, gehen in eine Malschule.

Wenn es sich nicht gerade um Kurse handelt, die etwa kirchliche Träger gegen eine symbolische Beteiligung anbieten, verursacht dieses Bemühen Kosten. Doch nicht alle Eltern, die sich um die ästhetische Bildung ihres Nachwuchses sorgen, können die Unkosten dafür bestreiten. Auf diese Weise geschieht eine soziale Abkopplung, qualifizierte ästhetische Bildung verschließt sich zunehmend den sozial Schwachen. Auch die Kunstpädagogik kann sich der sozialen Verantwortung in der Gesellschaft stellen.

In der ersten Vorlesungswoche findet eine Einführungsveranstaltung des Instituts statt. Alle Einführungsveranstaltungen zum Studienbeginn finden Sie im Vorlesungsverzeichnis. Die Teilnahme an der Einführungsveranstaltung wird empfohlen. Sie bekommen einen Überblick über das Studium, wichtige Hinweise und Informationen, eine Campusführung und Hilfe bei der Erstellung Ihres Stundenplans.

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