Mit welchen Fragestellungen beschäftigt sich das Studienfach?

    • Wie sind literarische Texte gemacht? Wie lassen sie sich analysieren und interpretieren? In welchen historischen und kulturellen Zusammenhängen stehen sie? Was ist der „Mehrwert“ literarischer Texte gegenüber anderen? Was leistet überhaupt Literatur?
    • Wie hat sich die deutsche Literatur von ihren Anfängen bis zur Gegenwart entwickelt? Welche Rolle spielt die europäische Literatur-, Ideen- und Kulturgeschichte dabei?
    • Wie lässt sich die deutsche Sprache in ihren verschiedenen Ausprägungen (Aussprache, Schreibung, Formenbildung, Syntax, Semantik, Wortschatz, Pragmatik, Textsorten) systematisch analysieren und beschreiben?
    • Wie hat sich die deutsche Sprache in Hinblick auf sprachstrukturelle, sprachsoziologische und textsortenspezifische Charakteristika von ihren Anfängen bis zur Gegenwart entwickelt?
    • Welche Techniken der fachdidaktischen Analyse, Diagnose, Planung, Evaluierung und Reflexion schulischer Vermittlungsprozesse im Unterrichtsfach Deutsch gibt es?

    Was sind mögliche Berufsfelder und Arbeitgeber nach dem Studium?

    • Lehramt (Schulen, aber auch andere Bildungseinrichtungen)
    • wissenschaftliche Einrichtungen
    • kulturelle Einrichtungen (Goethe-Institute, Theater, Museen, Ausstellungswesen, Stiftungen) und Kulturmanagement
    • Sprachschulen (Deutsch als Fremdsprache)
    • Medien und Journalismus
    • Bibliotheks- und Archivwesen
    • Bildungs- und Studienberatung
    • Unternehmen (Public Relation/Unternehmenskommunikation, Werbung, Marketing, Consulting, Personalwesen)

    Um sich beruflich außerhalb des Lehramtsbereiches zu etablieren, sind die Studierenden schon während ihres Studiums angehalten, sich selbstständig einen Einblick in die Berufswelt zu verschaffen sowie gemäß ihren persönlichen Interessen und Neigungen aktiv an ihrem individuellen Berufsprofil zu arbeiten.

    Welche Fähigkeiten und Fertigkeiten solltest du für das Studium mitbringen?

    • gutes mündliches sowie schriftliches Ausdruckvermögen (Sprachkompetenz)
    • hohe Lesekompetenz und große Ausdauer beim Lesen
    • gut ausgeprägtes Literaturgefühl mit entsprechender Leseerfahrung
    • Fähigkeit, historische und kulturelle Differenzen wahrzunehmen
    • Fähigkeit zur theoretischen Abstraktion und Reflexion
    • Bereitschaft, sich auf Unbekanntes und fremd Wirkendes einzulassen

    Welche Interessen solltest du für das Studium mitbringen?

    • Bereitschaft zum ständigen Lesen
    • Interesse an der Komplexität der deutschen Sprache in Geschichte und Gegenwart
    • Begeisterung für Literatur und alle Formen des literarischen Ausdrucks
    • Spaß an Diskussionen und Argumentationen in mündlicher und schriftlicher Form
    • Verständnis für theoretische Reflexionen über kulturelle, soziale und sprachliche Phänomene der Geschichte
  • Germanistik

  • Bachelor

    Hauptfach mit 120 Punkten
    Abschluss B.A.
    Studienbeginn SS / WS
    Regelstudienzeit 6 Semester
  • Bachelor

    Hauptfach mit 75 Punkten
    Abschluss B.A.
    Studienbeginn SS / WS
    Regelstudienzeit 6 Semester
    Hinweise Das Fach kann auch im Rahmen eines Teilzeitstudiums absolviert werden.
  • Bachelor

    Nebenfach mit 60 Punkten
    Abschluss je nach Hauptfach
    Studienbeginn SS / WS
    Regelstudienzeit 6 Semester
  • Germanistik

  • Master

    Einzelfach mit 120 Punkten
    Abschluss M.A.
    Studienbeginn SS / WS
    Zugangsvoraussetzung Fachliche Zugangsvoraussetzungen
    Regelstudienzeit 4 Semester
    Hinweise Achtung: Fristgerechte Bewerbung erforderlich!
  • Master

    Hauptfach mit 45 Punkten
    Abschluss M.A.
    Studienbeginn SS / WS
    Zugangsvoraussetzung Fachliche Zugangsvoraussetzungen
    Regelstudienzeit 4 Semester
    Hinweise Achtung: Bewerbung erforderlich!
  • Deutsch

  • Lehramt

    Gymnasium Unterrichtsfach
    Abschluss Staatsexamen
    Studienbeginn SS / WS
    Regelstudienzeit 9 Semester
  • Lehramt

    Realschule Unterrichtsfach
    Abschluss Staatsexamen
    Studienbeginn SS / WS
    Regelstudienzeit 7 Semester
  • Lehramt

    Mittelschule Unterrichtsfach
    Abschluss Staatsexamen
    Studienbeginn SS / WS
    Regelstudienzeit 7 Semester
  • Lehramt

    Grundschule Unterrichtsfach
    Abschluss Staatsexamen
    Studienbeginn WS
    Bewerbungsverfahren zulassungsfrei, aber Grundschuldidaktik zulassungsbeschränkt
    Regelstudienzeit 7 Semester
    Hinweise Achtung: Grundschuldidaktik zulassungsbeschränkt!
  • Deutsch als Zweitsprache (DaZ)

  • Zusatzstudium

    Abschluss Zertifikat
    Studienbeginn SS / WS
    Bewerbungsverfahren lokal zulassungsbeschränkt
    Regelstudienzeit 3 Semester
    Hinweise Zusatzstudium für alle Lehramtsstudierenden, die Deutsch als Unterrichts- oder Didaktikfach studieren und sich mindestens im zweiten Fachsemester befinden. Platzvergabe erfolgt per Los.

Gegenstand des Faches

Gegenstand der Germanistik ist die deutsche Sprache und Literatur in Geschichte und Gegenwart. Dieser Gegenstandsbestimmung entsprechend gibt es zwei große Teildisziplinen der Germanistik, nämlich Sprachwissenschaft und Literaturwissenschaft. Dazu tritt die Didaktik der deutschen Sprache und Literatur, also diejenige Disziplin, die sich mit der Lehre des Deutschen und seiner Literatur auseinandersetzt.

Die germanistische Sprachwissenschaft zielt darauf ab, systematisch den Aufbau und den Gebrauch der deutschen Sprache zu erforschen. Im Zentrum steht dabei die sog. Systemlinguistik. Hier geht es um die Regeln der Aussprache, der Schreibung, der Formenbildung und der Satzbildung. Das Vorgehen ist grundsätzlich empirisch: Zunächst dokumentiert man authentischen Sprachgebrauch und dann versucht man auf dieser Basis die einschlägigen Regularitäten zu beschreiben und in größeren Zusammenhängen theoretisch zu modellieren. Das Ziel ist letztlich die Erstellung einer umfassenden Grammatik des Deutschen, in der alle Formulierungsmöglichkeiten – strukturell, funktional sowie in sämtlichen Textformen – eingehend beschrieben und analysiert werden. Da Sprache konstitutiv historisch-sozial angelegt ist, gehört die Erforschung des Sprachwandels zum Kernbereich der Sprachwissenschaft. Sie kann gegenwartsorientiert oder unter historischen Vorzeichen erfolgen: In welchen Formen ändert sich die deutsche Sprache der Gegenwart und wie kann man diesen Wandel angesichts der großen historischen Sprachbewegungen einordnen?

Die germanistische Literaturwissenschaft untersucht und beschreibt die Geschichte der deutschen Literatur von ihren Anfängen bis zur Gegenwart in ihren kulturellen, auch transnationalen Zusammenhängen. Aufgrund der Stoff-Fülle geschieht dies in zwei Teilfächern: der Älteren deutschen Literatur und der Neueren deutschen Literatur.

Gegenstand des Lehr- und Forschungsbereichs Ältere deutsche Literatur ist die Literatur vom Beginn der Schriftüberlieferung im 8. Jahrhundert bis ins 16. Jahrhundert. Die literarischen Zeugnisse werden unter philologischen, literatur- und kulturwissenschaftlichen Fragestellungen erschlossen und in der Literatur-, Medien-, Ideen- und Kulturgeschichte des europäischen Mittelalters und der Frühen Neuzeit verortet. Ziel der mediävistischen Germanistik ist es, die Bedingungen, die Vielfalt und die spezifische Leistung mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Literatur in ihrem kulturellen Kontext systematisch zu beschreiben. Das Studium dieser Literatur ist nicht nur geeignet, die ältere deutsche Literatur als eine Textwelt eigener Prägung zu erfassen und damit modellhaft die historische Tiefendimension des Faches Germanistik und seiner Gegenstände zu erkennen. Es erlaubt auch, die kulturellen und literarischen Erscheinungen der Gegenwart in ihrer historischen Bedingtheit wahrzunehmen.

Gegenstand der Neueren deutschen Literatur ist die Literatur von 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Grundlegend zu ihrem Verständnis sind zum einen die Kenntnis ihrer Formulierungsregeln und -traditionen sowie literarhistorisches Epochenwissen. Zum anderen wird die Literatur im Zusammenspiel mit relevanten Kontexten untersucht. Einschlägig sind hier nicht nur die Literatur anderer Länder, sondern auch medienhistorische Entwicklungen und kulturgeschichtliche Zusammenhänge. Untersucht wird dabei, wie sich Literatur einerseits aus sozial-, wissenschafts-, philosophie-, ideen- und mentalitätsgeschichtlichen Entwicklungen speist und wie sie andererseits zu diesen Entwicklungen beiträgt. Im Zentrum steht die Analyse mit der Hilfe fachspezifischer Verfahren (Narratologie, Gedichtanalyse usw.) und der interpretierende Umgang mit literarischen Texten in Präsentationen und Diskussionen. Hinzu kommen Arbeitsfelder wie die Editionsphilologie, die historisch verlässliche Textausgaben erstellt, und die Literaturtheorie, die die analytischen Verfahren des Fachs methodisch reflektiert.

Die Didaktik der deutschen Sprache und Literatur befasst sich mit Fragen der Vermittlung fachlicher Inhalte in institutionellen Lehr-Lern-Prozessen (v. a. Schule). Dabei werden Inhalte in sprach-, literatur- und mediendidaktischer Perspektive erschlossen. Ziel der fachdidaktischen Studien ist es, Lehr- Lern-Prozesse für verschiedene Schulformen und Altersgruppen von Seiten der Gegenstände, der Lernenden und der Lehrenden her zu erschließen. Hierzu zählen Aspekte der Sachkommentierung sowie der Planung, Durchführung und Evaluierung von Lehr-Lern-Prozessen. Die Fachdidaktik greift dabei auf benachbarte Disziplinen aus den germanistischen Bezugswissenschaften sowie aus den anthropologischen Wissenschaften zurück. Die Fachdidaktik als wissenschaftliche Disziplin liefert keine fertige „Rezept-Sammlung“

für Deutschunterricht, sondern vermittelt auf der Basis von Forschungsarbeiten die Grundlagen der didaktischen Reflexion von Vermittlungsprozessen. Dazu zählen auch z. B. Aspekte der Lesesozialisation und Leseförderung, der Kinder- und Jugendliteratur, des Erwerbs literarischer und sprachlicher Kompetenzen oder der Medienintegration. Fester Bestandteil des fachdidaktischen Studiums ist ein Schulpraktikum.

Bachelorstudiengänge sind grundständig, können also ohne zuvor bereits erbrachte Studienleistungen begonnen werden. Der Abschluss lautet in Germanistik - wie auch in den meisten anderen Sprach- und Geisteswissenschaften - Bachelor of Arts (B.A.). Für einen erfolgreichen Abschluss sind im Studium i.d.R. insgesamt mind. 180 ECTS-Punkte erforderlich, die sich je nach Art der gewählten Studiengangskombination auf meistens zwei Fächer verteilen. Die modular aufgebauten Bachelor-Studiengänge sind auf sechs Semester angelegt. Germanistik kann an der Universität Würzburg als Bachelor-Fach in den Ausprägungen mit 120, 75 und 60 ECTS-Punkten studiert werden.

B.A. 120/60 ECTS (Haupt- und Nebenfach): In dieser Kombination studieren Sie ein Hauptfach, in dem Sie mind. 120 ECTS-Punkte (einschließlich der Bachelorarbeit) erwerben müssen, in Verbindung mit einem Nebenfach, in dem Sie mind. 60 ECTS-Punkte erwerben müssen. Die Bachelorarbeit kann nur im Hauptfach abgefasst werden.

B.A. 75/75 ECTS (Zwei Hauptfächer): In dieser Kombination studieren Sie zwei gleichwertige Fächer. Die Bachelorarbeit kann wahlweise im ersten oder im zweiten Hauptfach abgefasst werden, evtl. ist auch ein fächerverbindendes Thema möglich.

Die Bachelor-Prüfung bildet einen ersten berufsqualifizierenden Abschluss im jeweiligen Studienfach bzw. bei Studienfachkombinationen in den jeweiligen Studienfächern. Durch die Prüfung wird festgestellt, ob die Studierenden die wissenschaftlichen Grundlagen des Fachgebiets beherrschen, Methodenkompetenz sowie berufsfeldbezogene erste Qualifikationen erworben haben und auf einen frühen Übergang in die Berufspraxis vorbereitet sind.

Modulpläne für die Bachelor-Studiengänge finden Sie auf den Infoseiten der germanistischen Fachstudienberatung.

Grundlagen- und Orientierungsprüfung

In einigen Fächern gibt es eine Grundlagen- und Orientierungsprüfung (GOP). Dadurch wird festgestellt, ob Studierende über das Grundwissen für das Fachgebiet verfügen und für das Studium geeignet sind.

Derzeit wird im Germanistik (120, 75 und 60 ECTS) keine Grundlagen- und Orientierungsprüfung durchgeführt (Fachspezifische Bestimmungen zur ASPO 2015, § 5).

Bitte beachten Sie bei einer Studienfächerkombination auch die Bestimmungen für das andere Fach.

Für Studierende, die ihr Studium zu einem früheren Zeitpunkt aufgenommen haben, gelten gegebenenfalls andere Regelungen. Im Zweifel wenden Sie sich bitte an das Prüfungsamt.

Deutsch lässt sich als Lehramtsfach studieren:

  • für das Lehramt an Gymnasien (mit einem zweiten gleichwertigen Studienfach), Regelstudienzeit 9 Semester, Staatsexamensprüfung frühestens nach 8 Semestern.

  • für das Lehramt an Realschulen (mit einem zweiten gleichwertigen Studienfach), Regelstudienzeit 7 Semester, Staatsexamensprüfung frühestens nach 6 Semestern.

  • für das Lehramt an Grund- oder Mittelschulen mit dem Unterrichtsfach Deutsch (Studium und Abschluss im Fach Deutsch sind identisch mit dem für das Lehramt an Realschulen), Regelstudienzeit 7 Semester, Staatsexamensprüfung frühestens nach 6 Semestern. Beim Mittelschullehramt kann Deutsch als Didaktikfach gewählt werden. Im Rahmen des Grundschullehramts ist Deutsch als Didaktikfach obligatorisch, sofern es nicht als Unterrichtsfach gewählt wurde. Das Lehramt an Grundschulen beginnt nur zum Wintersemester, das Lehramt an Mittelschulen auch zum Sommersemester.

Orientieren können Sie sich an den vom Institut veröffentlichten Modulplänen.

Das Staatsexamen ist sowohl Hochschulabschlussprüfung als auch beamtenrechtliche Voraussetzung für die Aufnahme in den staatlichen Vorbereitungsdienst (Referendarzeit). Die Lehramtsstudiengänge richten sich nach der Ordnung der Ersten Staatsprüfung für ein Lehramt an öffentlichen Schulen (LPO I). Die dort aufgeführten Kombinationsregeln hinsichtlich der Unterrichtsfächer sind zu beachten.

Auskünfte zum Staatsexamen erteilt das Prüfungsamt der Universität Würzburg, Ref. 2.3 (Prüfungsangelegenheiten). Kontaktdaten finden Sie unten unter dem Punkt "Adressen".

Sie suchen ein Masterprogramm mit Möglichkeiten zur eigenen Profilbildung? Sie wollen sich auf ein Teilgebiet spezialisieren - sei es nun auf die Neuere deutsche Literaturwisssenschaft, auf die germanistische Sprachwissenschaft oder auf die Mediävistik? Oder Sie wollen Ihre spezifischen Interessen in zwei oder sogar allen drei Teilgebieten miteinander kombinieren? In all diesen Fällen sind Sie beim Ein-Fach-Masterstudiengang Germanistik (120 ECTS) an der Universität Würzburg an der richtigen Adresse. Nach einer orientierenden Eingangsphase im ersten Semester haben Sie unter den Modulen der Teilgebiete die freie Auswahl. Das heißt konkret, dass Sie sich vom zweiten Semester an entweder vollständig auf die Neuere deutsche Literaturwissenschaft, die germanistische Mediävistik oder die germanistische Sprachwissenschaft konzentrieren können. Unter dem gemeinsamen Dach des Masters Germanistik bilden Sie sich so zur SpezialistIn in einem dieser Teilgebiete fort. Aber auch jede denkbare Kombination dieser Felder steht Ihnen offen. Hinzu kommen berufsorientierende Elemente in Form eines oder mehrerer Praktika, Kurse in Bereichen der fachspezifischen Wissensvermittlung oder Besuche von Fachtagungen.

Wenn Sie die Germanistik in einem Zwei-Fach-Masterstudiengang (45/45 ECTS) mit einem weiteren Fach (sei es Geschichte, Anglistik, Philosophie o.a.) kombinieren wollen, stehen Ihnen dieselben Wahlmöglichkeiten offen wie den Studierenden im Ein-Fach-Masterstudiengang.

Weitere Informationen zu den germanistischen Master-Studiengängen finden Sie auf den Seiten der Fachstudienberatung.

Zulassungsvoraussetzungen

Um das Masterstudium aufnehmen zu können, ist ein erfolgreich absolviertes Erststudium (in der Regel ein Bachelor) Voraussetzung. Außerdem müssen bestimmte fachliche Zulassungsvoraussetzungen (im Erststudium erworbene Kompetenzen) gegeben sein. Nähere Informationen zu den Zugangsvoraussetzungen enthält der § 4 der Fachspezifische Bestimmungen.

Weitere Masterstudiengänge

Germanistik als Fremdsprachenphilologie (120 ECTS)

Der Studiengang richtet sich insbesondere an Studierende, die als Nicht-MuttersprachlerInnen des Deutschen den ersten Hochschulabschluss außerhalb des deutschen Sprachraums erworben haben und ihre Fähigkeiten und Kenntnisse in der Germanistik ausbauen, vertiefen und um landeskundliche Deutschlandkenntnisse erweitern wollen. Der Studiengang ist stärker anwendungsorientiert als klassische philologische Studiengänge und eröffnet nach dem Abschluss vielfältige Berufsperspektiven in nationalen und internationalen Arbeitszusammenhängen. Weitere Informationen zu den Inhalten und Zulassungsvoraussetzungen finden Sie unter Germanistik als Fremdsprachenphilologie.

Mittelalter und Frühe Neuzeit (120 ECTS)

AbsolventInnen der Bachelorstudiengänge Germanistik haben die Möglichkeit, den Master-Studiengang Mittelalter und Frühe Neuzeit zu studieren. An dem interdisziplinären Masterprogramm sind elf mediävistische Fachbereiche der Uni Würzburg beteiligt. Die Studierenden können einen Schwerpunktbereich aus sechs Disziplinen wählen und im Wahlpflichtbereich Module aus weiteren Fachbereichen belegen.

Allgemeine und Angewandte Sprachwissenschaft (120 und 45 ECTS)

Der Masterstudiengang richtet sich an Absolventen moderner sowie klassischer philologischer Fächer. Inhalte des Studiums sind formale Strukturen der Sprache, Prozesse des Sprachwandels, Funktionen von Sprache für menschliche Kommunikation und für menschliches Handeln, Strukturiertheit von Texten und Diskursen, Spracherwerb sowie empirische Methoden sprachwissenschaftlicher Forschung. Nähere Informationen finden Sie unter Allgemeine und Angewandte Sprachwissenschaft.

Neuere Literaturen (120 ECTS)

Der interdisziplinare Masterstudiengang Neuere Literaturen wendet sich an BA-Absolventen, die sich auf literaturwissenschaftliche Fragestellungen von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart spezialisieren wollen. Das forschungsorientierte Programm bietet Ihnen die Möglichkeit zur literatur- und kulturwissenschaftlichen sowie -theoretischen Profilbildung und setzt Sie in die Lage, Forschungsprobleme zu bearbeiten, die die einzelnen beteiligten Philologien (Germanistik, Romanistik, Anglistik/Amerikanistik) miteinander verbinden. Der Studiengang bereitet einerseits auf eine wissenschaftliche Laufbahn in den Einzelphilologien oder der Komparatistik vor und andererseits mit seinen fest integrierten Praxisanteilen auf außeruniversitäre Berufe in den Bereichen Kultur und Medien.

Wer sich für Germanistik als Studienfach entscheidet, sollte vor allem über sehr gute Deutschkenntnisse verfügen und Spaß an der deutschen Grammatik haben. Die Universität betrachtet es nicht als ihre Aufgabe und ist personell nicht dazu in der Lage, unzureichende grammatikalische Fertigkeiten des Studierenden auszugleichen. Außerdem sollte der zukünftige Germanistikstudierende ein besonderes Interesse an deutscher Literatur haben, da im Laufe des Studiums ein umfangreicher Lektürekanon an Primärwerken aus verschiedenen Jahrhunderten zu bewältigen ist.

Die wichtigsten Informationen für Ihr Studium der Germanistik (Aufbau der Studiengänge, Prüfungsanmeldung und -verwaltung, Antworten auf häufig gestellte Fragen usw.) finden Sie gesammelt auf der Infoseite der germanistischen Fachstudienberatung. Ihre eingehende Lektüre wird daher dringend empfohlen. Darüber hinaus sollten freilich auch die Webseiten der einzelnen germanistischen Teilbereiche regelmäßig besucht werden, um hinsichtlich Terminen und aktuellen Entwicklungen am Institut auf dem Laufenden zu bleiben. Auf den Seiten der Fachstudienberatung finden Sie zudem ausführliche Informationen für Erstsemester sowie FAQs zum Studium.

Zu Studienbeginn findet am ersten Vorlesungstag eine Einführungsveranstaltung für Erstsemester statt, in der organisatorische sowie fachliche Informationen gegeben und Fragen geklärt werden. Zeit und Ort entnehmen Sie bitte dem aktuellen Vorlesungsverzeichnis (unter "Einführungsveranstaltungen zum Studienbeginn").

Beachten Sie bitte, dass Sie sich in der Germanistik frühzeitig (deutlich vor Vorlesungsbeginn!) für die Teilnahme an Kursen anmelden müssen. Kümmern Sie sich also rechtzeitig um die Erstellung Ihres Stundenplans! Eine allgemeine Anleitung zur Stundenplanerstellung finden Sie auf der Webseite der Zentralen Studienberatung, konkretere Hilfestellung zur Germanistik auf der genannten Webseite der Fachstudienberatung unter dem Punkt "Modulpläne": Wählen Sie dort Ihren Studiengang und klicken Sie zum besseren Verständnis auf den "Ersti-Hilfe-Koffer" rechts unten.

Das Institut bietet bereits einige Wochen vor dem Beginn der eigentlichen Vorlesungszeit Vorkurse an, die einem reibungslosen Start ins Studium dienen sollen. Informationen dazu finden Sie auf der Seite zum Propädeutikum der Philosophischen Fakultät.

Das Zusatzstudium DaZ ist ausschließlich für Studierende der Universität Würzburg konzipiert, die das Fach Deutsch im Rahmen ihres Lehramtsstudiums im Drittel- oder Unterrichtsfach studieren. Zudem müssen Sie mindestens im 2. Semester sein.

Das universitäre Zertifikat bietet Ihnen die Möglichkeit, ihr Studium im Fach DaZ offiziell nachzuweisen. Diese Qualifikation kann im Hinblick auf den späteren schulischen Einsatzort im Staatsdienst, aber auch für Bewerbungen an Auslandsschulen oder außerschulischen Einrichtungen hilfreich sein.

Das Zertifikat wird ausgestellt, wenn Modul 1-5 abgeschlossen sind.

  • Modul 1 „Einführung in die Didaktik des Deutschen als Zweitsprache“
  • Modul 2 „Grundlagenmodul deutsche Sprache“
  • Modul 3 „Aufbaumodul DaZ“
  • Modul 4 „Vertiefungsmodul DaZ“
  • Modul 5 „Praktikumsmodul“

Das Hauptbetätigungsfeld der Germanisten liegt im Lehramtsbereich: die meisten AbsolventInnen werden Deutschlehrkräfte. Außerhalb des Schuldienstes und der wissenschaftlichen Arbeit an Hochschulen gibt es nur ein uneinheitliches, wenig festgelegtes Berufsbild des Germanisten. Die außerschulischen Beschäftigungsmöglichkeiten sind beschränkt und starken Nachfrageschwankungen unterworfen. Sie können sich, mehr oder weniger fach-fern, in den folgenden Arbeitsbereichen ergeben:

  • Medien und Journalismus (Verlage, Zeitungen, Zeitschriften, Rundfunk, Fernsehen)

  • Kultur (Goethe-Institute, Theater, Museen, Ausstellungswesen)

  • Archiv, Bibliothek, Dokumentation

  • Sprachunterricht/Sprachförderung (auch: Deutsch als Fremdsprache), Sprach- und Kommunikationsberatung

  • Erwachsenenbildung

  • Fach-fern: öffentliche Verwaltung, Unternehmen, Industrie, Gemeinden, Verbände, Parteien, Stiftungen)

An den Hochschulen gibt es derzeit nur ein sehr begrenztes Angebot an Dauerstellen. Der Berufseinstieg außerhalb des Schuldienstes erfordert frühzeitige Orientierung, Hartnäckigkeit, Praktika während des Studiums, Kontaktpflege und den Erwerb von geeigneten Zusatzqualifikationen (z.B. Computerkenntnisse, Fremdsprachen, Rhetorik).

Lesenswerte Informationen zu möglichen Tätigkeitsbereichen finden Sie auf der Webseite des Career Centre in der Broschüre Berufsfelder für Geisteswissenschaftler.

Die Berufsaussichten für Lehrer hängen wesentlich von der Schul- und Kulturpolitik ab. Das Bayerische Kultusministerium veröffentlicht jährlich eine Prognose zum Lehrerbedarf in Bayern.

Das Institut für Deutsche Philologie, welches zur Philosophischen Fakultät gehört, besteht aus sieben Lehrstühlen und zwei Professuren:

  • Lehrstuhl für deutsche Philologie - Ältere Abteilung

  • Lehrstuhl für neuere deutsche Literaturgeschichte

  • Lehrstuhl für neuere deutsche Literatur- und Ideengeschichte

  • Lehrstuhl für deutsche Sprachwissenschaft

  • Lehrstuhl für Europäische Ethnologie/Volkskunde

  • Lehrstuhl für die Didaktik der deutschen Sprache und Literatur

  • Lehrstuhl für Computerphilologie und neuere deutsche Literaturgeschichte

  • Professur für neuere deutsche Literatur

  • Professur für Museologie und materielle Kultur

Die Promotion richtet sich nach der Promotionsordnung der Philosophischen Fakultät. Für die Promotion wird der vorhergehende Abschluss der Master- oder Magisterprüfung oder eines Staatsexamens vorausgesetzt. Für die Zulassung zum Promotionsverfahren in den Fächern Ältere deutsche Philologie und Neuere deutsche Literaturgeschichte sind Lateinkenntnisse notwendig, für die Fächer Deutsche Sprachwissenschaft und Didaktik der deutschen Sprache und Literatur jedoch nicht.

Die Promotion besteht aus einer Dissertation, die in einem begrenzten thematischen Gebiet wesentliche Forschungsergebnisse enthalten muss, und aus einer mündlichen Doktorprüfung. Diese wird in der Form einer Disputation, die im Wesentlichen der Verteidigung der Dissertation gleichkommt, durchgeführt.

Es besteht die Möglichkeit der Promotion im Rahmen der Würzburger Graduiertenschule.

Bachelor/Master:

Lehramt:

Das Lehramtsstudium in Bayern wird durch die Lehramtsprüfungsordnung I (LPO I) geregelt (neue Fassung vom März 2008):

Das Studium in Würzburg folgt darüber hinaus der Allgemeinen Studien- und Prüfungsordnung für die Lehramtsstudiengänge (LASPO). Von Belang sind außerdem die Fachspezifischen Bestimmungen (FSBs) der einzelnen Unterrichts-/Didaktikfächer und der Erziehungswissenschaften sowie die Regelungen in den Ergänzenden Bestimmungen zum "Freien Bereich":

Alle prüfungsrelevanten Themen für das Zweite Staatsexamen regelt die Lehramtsprüfungsordnung II (LPO II):

Würzburger Online-Interessentest zur Studienfachwahl

Informationsveranstaltungen der Zentralen Studienberatung

Informationen zu Bewerbung und Einschreibung

Informationen für ausländische Studieninteressierte

Information for foreign applicants

Checkliste für Erstsemester

BAföG

Studienfinanzierung

Wohnmöglichkeiten

Stundenplan-Hilfe

Studierwerkstatt (Workshops zu den Studientechniken Schreiben, Lernen und Präsentieren)

Informationen zum Auslandsstudium

Career Centre

Zentrale Einrichtungen der Universität

Gesamtliste Studienangebot der Universität Würzburg

Die hier wiedergegebenen Studieninformationen sind sorgfältig erstellt und werden regelmäßig aktualisiert. Dennoch können sie in Ausnahmefällen Fehler enthalten, veraltet sein oder nicht alle Sonderfälle wiedergeben. Bitte sichern Sie sich deshalb insbesondere bei zulassungs- und prüfungskritischen Themen auf den entsprechenden Internetseiten der Universität Würzburg bzw. der rechtsverbindlichen Quelle, im Regelfall der Prüfungsordnung Ihres Studiengangs, ab. Falls Sie eine Ungenauigkeit entdecken, freuen wir uns über einen Hinweis: am einfachsten per E-Mail an studienberatung@uni-wuerzburg.de

  • Infoseite der Fachstudienberatung

  • Studieninfos der vier germanistischen Teilbereiche:

            * [Ältere deutsche Literatur](https://www.germanistik.uni-wuerzburg.de/mediaevistik/studium/)
    
            * [Neuere deutsche Literatur](https://www.germanistik.uni-wuerzburg.de/neuere-deutsche-literatur/studium/)
    
            * [Deutsche Sprachwissenschaft](https://www.germanistik.uni-wuerzburg.de/sprawi/studium/)
    
            * [Didaktik der deutschen Sprache und Literatur](https://www.germanistik.uni-wuerzburg.de/lehrstuehle/lehrstuhl-fuer-didaktik-der-deutschen-sprache-und-literatur/studium-und-pruefungen/)
    
  • Leselisten der vier germanistischen Teilbereiche:

           * [Ältere deutsche Literatur](https://www.germanistik.uni-wuerzburg.de/mediaevistik/studium/leseliste-aeltere-deutsche-literatur/)
    
           * [Neuere deutsche Literatur](https://www.uni-wuerzburg.de/fileadmin/05010200/user_upload/Allgemeines/Leseliste.pdf)
    
           * [Deutsche Sprachwissenschaft](https://www.uni-wuerzburg.de/fileadmin/05010400/Studium/Leseliste/leseliste.pdf)
            
           * [Didaktik der deutschen Sprache und Literatur](https://www.germanistik.uni-wuerzburg.de/lehrstuehle/lehrstuhl-fuer-didaktik-der-deutschen-sprache-und-literatur/fachdidaktische-literatur/)
    
  • Arbeitsstelle Jean-Paul-Edition

  • Unterfränkisches Dialektinstitut

Beiträge der Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit:

  • Warum Germanistik so beliebt ist (Magazin BLICK 2/2007):

Durch Lesen sich selbst und die Welt verstehen?

  • Drei bedeutende Würzburger Germanisten (Magazin BLICK 2/2007):

Matthias v. Lexer, Kurt Ruh, Hans-Jürgen Schings

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