Mit welchen Fragestellungen beschäftigt sich das Studienfach?

    • Fragen rund um die Themen Erziehung, Bildung und Sozialisation
    • Kultur, kulturelle und soziale Vielfalt sowie interkulturelle Bildung
    • Voraussetzungen und Folgen pädagogischen Handelns
    • Grundlagen empirischer Forschungstheorien und -methoden
    • Methoden historisch-systematischer Bildungswissenschaft

    Was sind mögliche Berufsfelder und Arbeitgeber nach dem Studium?

    • Erwachsenenbildung (z. B. Unternehmen, Hochschulen, Akademien)
    • Jugendbildung (z. B. Jugendzentren, Beratungsstellen, kirchliche Träger)
    • Elementarbildung (z. B. Kindergärten, Vorschulen, Freizeitzentren)
    • politische oder interkulturelle Bildung
    • Umweltbildung, soziale Arbeit oder Weiter-/Ausbildung

    Welche Fähigkeiten und Fertigkeiten solltest du für das Studium mitbringen?

    • Perspektivwechsel
    • Diskussionsfähigkeit
    • Textverstehen
    • Selbstständigkeit
    • flexibles Denken

    Welche Interessen solltest du für das Studium mitbringen?

    • Freude am Diskutieren und Philosophieren
    • Bereitschaft zur eigenständigen Reflexion pädagogischen Handelns
    • Interesse am zwischenmenschlicher Interaktion
    • Bereitschaft zur Textarbeit für übergreifende Einsicht
    • Freude an der Arbeit im Team
  • Pädagogik

  • Bachelor

    Einzelfach mit 180 Punkten
    Abschluss B.A.
    Studienbeginn WS
    Bewerbungsverfahren lokal zulassungsbeschränkt (Dialogorientiertes Serviceverfahren)
    Regelstudienzeit 6 Semester
    Hinweise Einführung war WS 20/21
  • Bachelor

    Hauptfach mit 120 Punkten
    Abschluss B.A.
    Studienbeginn WS
    Regelstudienzeit 6 Semester
  • Bachelor

    Hauptfach mit 75 Punkten
    Abschluss B.A.
    Studienbeginn WS
    Bewerbungsverfahren lokal zulassungsbeschränkt
    Regelstudienzeit 6 Semester
  • Bachelor

    Nebenfach mit 60 Punkten
    Abschluss je nach Hauptfach
    Studienbeginn WS
    Bewerbungsverfahren lokal zulassungsbeschränkt
    Regelstudienzeit 6 Semester
  • Bildungswissenschaft

  • Master

    Einzelfach mit 120 Punkten
    Abschluss M.A.
    Studienbeginn WS
    Zugangsvoraussetzung Fachliche Zugangsvoraussetzungen
    Eignungsprüfung Eignungsverfahren (Master)
    Regelstudienzeit 4 Semester
    Hinweise Achtung: Fristgerechte Bewerbung erforderlich!

Gegenstand des Faches

Aufgabe der Pädagogik und Bildungswissenschaft ist es, mit Hilfe verschiedener wissenschaftlicher Methoden Erziehungs- und Bildungsprozesse zu erforschen. Neben der Reflexion und empirischen Erforschung von Erziehung und Bildung sollen Anknüpfungspunkte an die Erziehungs- und Bildungspraxis aufgezeigt werden.

Der Lehrstuhl für Systematische Bildungswissenschaft erforscht grundlagenorientiert pädagogische Selbstbeschreibungen von Bildung, Erziehung, Kultur und Gesellschaft sowie ihre impliziten und expliziten Anwendungsformen und Praktiken in Berufs- und Handlungsfeldern. An der Schnittstelle zwischen philosophischer und pädagogischer Reflexion arbeitet dieser darüber hinaus an den theoretischen Grundlagen und Problemen des interkulturellen Diskurses. „Globale Systeme und interkulturelle Kompetenz“ ist ein interdisziplinäres und deutschlandweit einmaliges Gemeinschaftsprojekt der Universität Würzburg. Ziel des Projekts ist es, ein differenziertes und wissenschaftlich fundiertes Lehrangebot zum Erwerb interkultureller Kompetenz zu schaffen.

Forschungsprojekte am Lehrstuhl für Empirische Bildungsforschung befassen sich u.a. mit der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen, Fragen der Migrationsforschung sowie der wissenschaftlichen Begleitung pädagogischer Maßnahmen. Service-Learning Seminare des Lehrstuhls verknüpfen zudem die wissenschaftlichen Inhalte mit dem gemeinnützigen Engagement der Studierenden. Das Konzept stammt ursprünglich aus den Vereinigten Staaten und wird in Deutschland seit 2003 an verschiedenen Universitäten durchgeführt. Dabei steht der Erwerb vertiefender Kenntnisse, deren praktische Anwendung und die Stärkung sozialen Engagements durch die Deckung des bestehenden Unterstützungsbedarfs im sozialen Sektor im Vordergrund.

Der Bachelor-Studiengang Pädagogik an der Universität Würzburg bietet im Rahmen eines fachwissenschaftlich vielseitig anschlussfähigen Studienangebots eine berufsbefähigende, wissenschaftliche Ausbildung. Neben dem Erwerb pädagogischen Grundlagenwissens ist der Erwerb beruflicher Kompetenzen zentral. Zu den konkreten Zielen des Studiengangs gehören:

  • Erwerb von Begründungs- und Orientierungswissen für Bildungs- und Lernprozesse
  • Erwerb beruflicher Handlungskompetenz zur Planung, Organisation, Durchführung und Evaluation von Aufgaben in Einrichtungen der Arbeit, Bildung, Beratung und zugehörigen Verwaltungs- und Forschungseinrichtungen
  • Befähigung zur selbstständigen Bearbeitung wissenschaftlicher Projekte
  • Erwerb interkultureller Kompetenzen durch Seminare, Workshops und Gastvorträge ([GSiK] (https://www.uni-wuerzburg.de/gsik/gsik-startseite/))
  • Erhöhung der Kommunikations- und Teamfähigkeit
  • Verbesserung der Methoden- und Sozialkompetenz (Career Service Center Pädagogik)

Weitere Möglichkeiten der Verknüpfung von Theorie und Praxis im Studium bieten studienbegleitende Praktika, Seminare mit Exkursionen sowie Projektarbeiten. So bekommen Studierende die Möglichkeit, sich mit einem Thema ihrer Wahl auseinanderzusetzen und in Form einer Projektarbeit eigenständig zu planen und durchzuführen. Die individuelle Betreuungssituation, studienbegleitende Tutorien und Blended Learning Angebote zielen auf eine umfassende pädagogische Qualifizierung.

Bereits während des Studiums werden die Studierenden durch das große Angebot des eigenen Career Service Centers Pädagogik unterstützt. Sie erhalten Informationen zu Berufsfeldern und Arbeitsmarktdaten von PädagogenInnen zum Bewerbungsmanagement und Berufseinstieg sowie Praktika und Stellenangeboten. Verschiedene Weiterbildungsangebote im Themenfeld pädagogischer Schlüsselkompetenzen ergänzen das Angebot des CSC Pädagogik.

Der Bachelorstudiengang besteht aus Pflicht- und Wahlpflichtmodulen sowie aus Schlüsselqualifikationen. Das Studium schließt mit der Bachelor-Arbeit ab. Studienverlaufspläne stellen eine Empfehlung für den idealtypischen Ablauf des Studiums dar.

Grundlagen- und Orientierungsprüfung

Durch die Grundlagen- und Orientierungsprüfung (GOP) wird festgestellt, ob Studierende über das Grundwissen für das Fachgebiet verfügen und für das Studium geeignet sind.

Derzeit gilt für Studienanfänger des Studiengangs Pädagogik, dass zum Ende des zweiten Fachsemesters das Modul 06-Päd-GBW zu bestehen ist, ansonsten ist die Grundlagen- und Orientierungsprüfung erstmalig nicht bestanden und kann einmal wiederholt werden, indem das Modul 06-Päd-GBW bis zum Ende des dritten Fachsemesters nachgewiesen wird (Fachspezifische Bestimmungen für den Studiengang Pädagogik (120, 75 und 60 ECTS) § 5). Bitte beachten Sie bei einer Studienfächerkombination auch die Bestimmungen für das jeweils andere Fach.

Für Studierende, die ihr Studium zu einem früheren Zeitpunkt aufgenommen haben, gelten gegebenenfalls andere Regelungen. Im Zweifelsfall wenden Sie sich bitte an das Prüfungsamt.

Der Master-Studiengang Bildungswissenschaft bietet ein wissenschaftlich fundiertes und zugleich praxisorientiertes Studium mit hervorragenden Perspektiven für ein äußerst vielfältiges Spektrum pädagogischer Handlungs- und Berufsfelder. Durch die Einrichtung kleiner Studiengruppen erfolgt die Arbeit in angenehmer und diskussionsoffener Atmosphäre. Unser vielseitiges Modulangebot eröffnet Ihnen die Möglichkeit, Ihre pädagogischen Kenntnisse zu vertiefen, zu erweitern und in eigenen wissenschaftlichen Projekten Ihren individuellen Interessenlagen gemäß zu konkretisieren.

Zusätzlich unterstützt werden unsere Veranstaltungen durch die Einrichtung fakultativer Tutorien und verschiedener E-Learning Angebote.

Thematische Ausrichtung des Masters

Thematisch setzt der Master Bildungswissenschaft Schwerpunkte in den Bereichen Bildungs- und Wissenschaftstheorie, Kulturalität und Interdisziplinarität sowie auf die Auseinandersetzung mit Anwendungsfeldern der empirischen Bildungsforschung. Eine zusätzliche Spezialisierung findet in den Studienbereichen Bildungsmanagement und Kulturmanagement statt. Der Schwerpunkt Bildungsmanagement konzentriert sich auf die Bereiche Personal- und Organisationsentwicklung und bietet Ihnen ein vielseitig anschlussfähiges Profil. Der Studienbereich Kulturmanagement setzt sich dezidiert mit Fragen der Bildungs- und Kulturorganisation sowie der Vermittlung und Inszenierung von Kultur auseinander und eröffnet Ihnen somit Zugang zu einem äußerst abwechslungsreichen pädagogischen Tätigkeitsfeld.

Zulassungsvoraussetzungen

Um das Masterstudium aufnehmen zu können, ist ein erfolgreich absolviertes Erststudium (in der Regel ein Bachelorstudium) Voraussetzung. Außerdem müssen bestimmte fachliche Zulassungsvoraussetzungen (im Erststudium erworbene Kompetenzen) gegeben sein. Darüber hinaus muss der Bewerber auch seine Eignung zur Aufnahme des Masterstudiums nachweisen können (Eignungsverfahren). Nähere Informationen zu den Zugangsvoraussetzungen und zum Eignungsverfahren können den Fachspezifischen Bestimmungen.

In der Regel bietet die Fachschaftsinitiative Pädagogik vor Studienbeginn eine Einführungsveranstaltung an. Hier bekommen Sie einen guten Einblick in das Studium der Pädagogik, weshalb eine Teilnahme unbedingt zu empfehlen ist. Melden Sie sich für die Einführungsveranstaltung per E-Mail bei der Fachschaft an.

Eine allgemeine Anleitung zur Stundenplanerstellung finden Sie auf der Webseite der Zentralen Studienberatung. Die Studienverlaufspläne geben Aufschluss darüber, welche Veranstaltungen im ersten Semester besucht werden sollten.

Das Berufsfeld eines/r PädagogenIn ist sehr breit gefächert. Zunächst kann zwischen den Zielgruppen der Erwachsenen-, Jugend- und Elementarbildung sowie der Sonderpädagogik unterschieden werden. Tätigkeitsfelder hierbei sind u.a. Beratung, Lehre, Konzeptionierung und Planung sowie Forschung. Der sechssemestrige Bachelor-Studiengang Pädagogik führt zu einem praxisorientierten Abschluss für viele pädagogische Handlungs- und Berufsfelder. Anschließend kann der Grad des Masters (M.A.) im Studiengang Bildungswissenschaft erworben werden.

Das große Spektrum an Arbeitsfeldern spiegelt die Vielfalt der Pädagogik wider und macht ein Studium dieses Faches attraktiv. Es ist möglich im Laufe des Berufslebens unterschiedliche Arbeitsfelder wahrzunehmen und dadurch abwechslungsreiche Tätigkeitsbereiche kennenzulernen. Bei einigen Arbeitsbereichen ist ein Masterabschluss Voraussetzung für den Berufseinstieg. Der Erwerb von studien- oder später berufsbegleitenden Zusatzqualifikationen wie z.B. Beratungs-, Mediations- und Supervisionsausbildung oder der Abschluss von Aufbaustudiengängen aus bestimmten Interessensgebieten ermöglicht einen noch flexibleren Wechsel zwischen unterschiedlichen pädagogischen Arbeitsfeldern.

Hier einige Beispiele für mögliche Tätigkeitsfelder eines einer Pädagogin bzw. eines Pädagogen:

  • Private und öffentliche Erwachsenenbildung
  • Personal- & Organisationsentwicklung
  • Personal Recruiting (Personalbedarfsplanung, Personalbeschaffung etc.)
  • Trainingsbereich (z.B. Führungskräftetraining, Teamentwicklung etc.)
  • Coaching & Supervision
  • Forschung (z.B. an Universitäten, Instituten und in EU-Projekten)
  • Familien- & Erziehungsberatung
  • Sozialberatung (z.B. Schwangerschaftsberatung, Suchtberatung, Aufklärungsarbeit etc.)
  • Fachberatung für Tagesstätten & Einrichtungen
  • Gesundheitsberatung/-erziehung
  • Schulsozialarbeit
  • Jugendbildung, -hilfe und -arbeit
  • Umweltbildung (u.a. auch im erlebnispädagogischen Bereich)
  • Interkulturelle und politische Bildung (div. Träger und Bildungsstätten)
  • Museale und theaterpädagogische Bildung
  • Berufsfördermaßnahmen, berufliche Wiedereingliederung, Berufsberatung und beruflicher Weiterbildungsbereich
  • Frühförderung (z.B. im Bereich Motopädagogik)
  • Sonderpädagogischer Erziehungsbereich (z.B. Heim/Internat/Tagesstätte etc.)

Je nach Einsatzgebiet sollten Kenntnisse im kaufmännischen Bereich, im Personalwesen, therapeutische Zusatzqualifikationen, EDV-Kenntnisse sowie umfassende praktische Erfahrungen nachgewiesen werden. Weitere Informationen finden Sie auch auf der Seite BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit.

Das Institut für Pädagogik gehört zur Fakultät für Humanwissenschaften der Universität Würzburg. Das Institut besteht aus vier Lehrstühlen und vier Professuren:

  • Lehrstuhl für Systematische Erziehungswissenschaft
  • Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und Grundschuldidaktik
  • Lehrstuhl für Schulpädagogik
  • Lehrstuhl für Empirische Bildungsforschung
  • Professur für Erwachsenenbildung und Weiterbildung
  • Professur für Grundschuldidaktik/Schwerpunkt Sachunterricht
  • Professur für Gymnasialpädagogik
  • Professur für Kunsterziehung

Die Promotion wird durch die Promotionsordnung geregelt. Für die Promotion wird der vorhergehende Abschluss eines Master- oder Magisterstudiums oder eines Staatsexamens vorausgesetzt. Die Promotion besteht aus einer Dissertation, die in einem begrenzten thematischen Gebiet wesentliche Forschungsergebnisse enthalten muss, und aus einer mündlichen Doktorprüfung. Diese wird in der Form einer Disputation, die im Wesentlichen der Verteidigung der Dissertation gleichkommt, durchgeführt.

Es besteht die Möglichkeit der Promotion im Rahmen der Würzburger Graduiertenschule.

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